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Harry Rischar

ist professioneller Künstler und Mitglied der Künstlersozialkasse KSK.

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Künstlergemeinschaften: Besuch im Unperfekthaus Essen

03.03.2016

Nach ausgiebigen Recherchen im Februar und März 2016 stieß ich auf die Website des Unperfekthauses in Essen. Auch wenn heutzutage jeder gerne darauf hinweist, dass man doch im Internet alles finden kann, so bleiben für mich doch immer viele Fragen offen:

Wie ist die Athmosphäre dort? Welche Menschen gehen dort hin? Wie offen sind die Leute? Kostet es Eintritt? Wieviele Künstler sind wirklich in dem Haus? Ist es eine Initiative hinter der ein Wohlfahrtverband steht z.B. irgendein soziales Integrationsprojekt - oder handelt es sich um eine freie Initiative? Wieviel stimmt in der Realität mit dem überein, was auf der Homepage gesagt wird??

 

So stand ein Besuch des Unperfekthaus schon seit einigen Wochen auf meiner To Do Liste.

Als ich merkte, dass mich wieder der Sauerlandfrust zu plagen droht, beschloss ich am 03.03. Reissaus zu nehmen. Die Tourziele waren:

- Besuch des Unperfekthauses zu einem realen Lokaltermin

- Weiterfahrt zur Kunst gegen Bares KGB in Düsseldorfer The Tube

 

Das Navi führte mich zwar in die Essener City, nicht aber direkt zur Adresse des Unperfekthauses. Nach ein bisschen Suche fand ich jedoch nach einem kurzen Fußweg vom Auto das Unperfekthaus. Erster Eindruck: zunächst - ein unscheinbares, eher hässliches Gebäude aus den 50er - 70er Jahren. Zweiter Blick: Vor dem Haus ein Aufsteller mit der irritierenden Aufschrift in etwa mit den Worten: "Eintritt: Tageskarte 6,90€ Getränke inklusive".

Als ich das Gebäude betrat und mit dem zugelich freundlichen und launischen Herrn an der Theke sprach, schien dieser Eintritt zunächst keine Rolle zu spielen. Ich schaute mich in den Räumlichkeiten um:

 

Unmittelbar an der Eingangstüre die Rezeption in Kombination zwischen Bedienung an der Theke und Grundinformation über das Haus. In alle drei Richtungen gemütlich aussehende Sitzplätze mit Caféathmosphäre. Linker Hand ein Bereich, der offensichtlich ein relativ großes Selbstbedieungsbüffet umfasste. Mir fiel ausserdem sofort angenhem auf, dass vegetarische und vegane Gerichte im Sortiment waren und markiert wurden.

 

Nach erneutem Gespräch mit dem 'Barkeeper' stellt sich heraus:

Wer das gesamte mehrstöckige Gebäude betreten will, muss die ominösen 6,90€ bezahlen. Man kann sich dann überall auch an den Getränketheken, die im Haus verteilt sind, bedienen. Diese Hausbesichtigung schließt ein, dass man alle Künstlerateliers, die im Haus sind ungehindert besichtigen kann. Doch wieviele Ateliers das sind bzw. wieviele Künstler anwesend sind, kann er mir nicht sagen.

 

Nach dem Bezahlen der 6,90€ schlendere ich ausgiebig durch die Cafébereiche im Parterrebereich. Ca. 15 Leute sitzen dort verteilt an den Caf´rtischen und arbeiten an ihren Laptops. Ein mann arbeitet an einem der großen Cafétische: er malt ein Bild und ist von seinem Malerequipment umgeben. Ich bin unsicher: Wird er genervt sein, wenn ich ihn anspreche?

 

Er ist freundlich, auskunftsfreudig, kontaktfreudig. er arbeitet 6 Std. pro Tag in Düsseldorf bei einer Versicherung. Mittags ab ca. 13.00 hat er frei. Dann geht er ins Unperfekthaus, um dort als Kreativer seiner Malerei nachzugehen. "Man hat zwar nicht soviel Geld. Aber ich bin glücklich." Dieser Mann ist mir sehr sympathisch.

 

ich ziehe weiter in die oberen Stockwerke. Tatsächlich sind in den ca. 3 Stockwerken verschieden große und kleine Ateliers. Häufig handelt es sich um größere Räume, in denen offensichtlich bis zu 10 Kreative miteinander ihre Arbeit improvisieren. Viele Arbeitsplätze sind leer. Aber die Leute, die da sind, sind offen und freundlich. Ein offensichtlich indischstämmiger Künstler malt surrealistisch-naive Stadtansichten vom Ruhrpott. Sehr bunte, lebendige Gemälde.

 

Ich stoße auf einen großen Raum, bei dem es sich offensichtlich um eine Theater-Location handelt. Hier probt regelmäßig das Theaterensemble "The Storytellers". Und ich erfahre, dass z.B. solch regelmäßige Proben eines Theaterensembles in dem Haus für die durchgehenden Besucher offen sein müssen.

 

Nach ca. 1,5 Std. habe ich viel gesehen. Es war ein spannender erster Besuch. Die Fragen, die bei mmir geblieben sind, sind: Ist hier schon alles belegt d.h. wieviel Platz gibt es hier wirklich noch für neue kreative Ideen? Wie kommt es, das trotz sovieler Künstler und Kreativer angeblich keinerlei Vernetzung untereinander stattfindet? Gibt es vielleicht doch viel mehr Lebendigkeit untereinander / Fusionprojekte zwischen den Künstlern, als es dem netten jungen Herren aus dem Büro erschien? Wieso gibt es an einem solch innovativen Ort keine Gruppe, die Improvisationstheater macht?

 

Ich fahre mit vielen Eindrücken und verbliebener Neugierde weiter zum Kunst Gegen Bares nach Düsseldorf. das Unperfekthaus möchte ich gerne nochmal besuchen.

 

 

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